50 ausgesuchte Zitate von Martin Luther. Saarländisch nachempfunden von Walther Henßen. Illustriert von Bernd Kissel


Walther Henßen hat Zitate von Luther in Mundart übersetzt, Bernd Kissel hat den Reformator gezeichnet. Daraus ist nun ein Büchlein entstanden, das der Kirchenkreisverband An der Saar herausgegeben hat.

Wer kennt Martin Luthers Sprüche nicht? „Wer nicht liebt  Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang“, gehört zu seinen meist zitierten Aussprüchen. Luther hat die Sprache des Volkes in die Kirche gebracht und damit das Herz der Gläubigen erreicht. Auch Mundart berührt mit Worten. Walther Henßen, ehemaliger Pfarrer der Kirchengemeinde Brebach-Fechingen und Mundartautor, hat 50 bekannte und weniger bekannte Zitate Luthers sowie seinen Morgen- und Abendsegen in die saarländische Mundart übertragen. So heißt sein Tischspruch jetzt:  „Wer nix vun Wein und Frauen halt un noch dezu die Mússik hasst, der steht selebbdaach stur im Wald un hat sei Lääwe glatt verpasst.“

Daraus ist nun ein Büchlein entstanden, das der Kirchenkreisverband An der Saar in Zusammenarbeit mit dem Saarbrücker Geistkirch Verlag herausgegeben hat. Schmunzeln darf man nicht nur bei Henßens Übersetzungen. Bernd Kissel, der über die saarländischen Grenzen hinaus bekannte Comic-Zeichner,  hat die Texte bildlich umgesetzt. Entstanden sind herrliche Miniaturen, etwa Luther beim Pflanzen eines Apfelbäumchens oder als alter Mann mit Narrenkappe: „Wemma in die Jòhre kummt, fangtma aan se dischbediere. Ma will iwwerschlau sinn und bleibt doch de greeschde Troddel.“ 

„Walter Henßen ist es gelungen, die Worte Luthers in die saarländische Denk- und Sprachwelt zu übertragen“, sagte Christian Weyer, Superintendent des Kirchenkreises Saar-West und Sprecher der Steuerungsgruppe, die das Reformationsjubiläum im Saarland plant, bei der Vorstellung des Büchleins.  „Das ist wahre Kunst.“  Genauso wie Martin Luther, habe er den Menschen, in diesem Fall den saarländischen Menschen, aufs Maul geschaut. So gelinge ein Zeitsprung von Martin Luther nach heute. Dazu passten wunderbar die Illustrationen von Bernd Kissel. „Er hat Luther mit liebenswerter Nähe zu unserer saarländischen Heimat gezeichnet“ sagte Weyer.  

Die Herausgabe des Buches wurde unterstützt von der Union-Stiftung und der Evangelischen Kirche im Rheinland.




Zurück