Kirche und Politik 2014


Wie politisch soll die Kirche sein? Wie politisch muss sie sein? Das Erbe der Reformation ist ambivalent. Die im Gefolge von Martin Luther entstandenen reformatorischen Kirchen waren mit der politischen Herrschaft eng verbundene Landeskirchen, an deren Spitze der Landesfürst als oberster Bischof stand. Erst nach dem Ende der Monarchie in Deutschland wurden Kirche und Staat getrennt; bis heute „hinkt“ diese Trennung.
Es gibt viele Überschneidungen kirchlicher und politischer Zuständigkeit - in der Schule, im Sozialwesen, bei den Kindertagesstätten, in Krankenhäusern und Heimen. Nach wie vor sind die Kirchen Körperschaften des Öffentlichen Rechts. Andererseits förderte die Reformation die Bildung, die individuelle Verantwortung und das Arbeitsethos und brachte erste Ansätze von Toleranz und Religionsfreiheit. Heute ist die politische Dimension des christlichen Glaubens unbestritten. Kirche ist politisch. Über Positionen muss gestritten werden.
Die Kirchen bringen sich als wesentliche gestaltende Kraft in das politische Gemeinwesen ein: im Diskurs über ethische Grenzen in der Wissenschaft und über Friedens-, Sozial- und Wirtschaftspolitik, als Träger diakonischer Einrichtungen und von Kultur- und Bildungsangeboten. Wir wollen das Themenjahr Reformation und Politik nicht nur historisch angehen,sondern auch in seinen aktuellen Fragestellungen. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Peter Butz, Dekan Kirchenbezirk Zweibrücken
Fritz Höhn, Dekan Kirchenbezirk Homburg
Gerhard Koepke, Superintendent Kirchenkreis Saar-Ost
Christian Weyer, Superintendent Kirchenkreis Saar-West


Das Programm im 1. Halbjahr
Das Programm im 2. Halbjahr



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