29. September 2017

Ausstellung mit Zeichnungen von Bernd Kissel in der Saarbrücker Johanneskirche: "Martin Luther uff Saarländisch"


Die Ausstellung "Luther auf Saarländisch" mit den Zeichnungen von Bernd Kissel ist vom 26. September bis 14. Oktober in der Saarbrücker Johanneskirche (Cecilienstraße 2) zu sehen. Am Mittwoch, 4. Oktober, findet um 19 Uhr in der Ausstellung eine Soirée mit Bernd Kissel statt.

Im Rahmen des Reformationsjubiläums im Saarland ist das Büchlein „Martin Luther uff Saarländisch“ entstanden.  Walther Henßen, ehemaliger Pfarrer der Kirchengemeinde Brebach-Fechingen und Mundartautor, hat 50 bekannte und weniger bekannte Zitate Luthers sowie seinen Morgen- und Abendsegen in die saarländische Mundart übertragen. Schmunzeln darf man aber nicht nur bei Henßens Übersetzungen: Bernd Kissel, der über die saarländischen Grenzen hinaus bekannte Comic-Zeichner,  hat die Texte bildlich umgesetzt. Entstanden sind herrliche Miniaturen, etwa Luther beim Pflanzen eines Apfelbäumchens oder als alter Mann mit Narrenkappe:

 

Zehn dieser Miniaturen sind nun in der Saarbrücker Johanneskirche zu sehen.  Bei  der Soirée am 4. Oktober wird der Journalist Stefan Folz das Werk Kissels würdigen und mit ihm darüber reden, wie er den Zugang zu der Figur Luther gefunden hat. Die Soirée wird musikalische gestaltet von Manuel Krass. Am Sonntag, 8. Oktober, lädt die Kirchengemeinde St. Johann um 11 Uhr in der Johanneskirche zu einen Mundartgottesdienst mit Walther Henßen mit dem Titel ein: „Dò helft nur es Bääde“.

Die Ausstellung ist Dienstag bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. 

50 ausgesuchte Zitate von Martin Luther
Saarländisch nachempfunden von Walter Henßen
Illustriert von Bernd Kissel
Geistkirch-Verlag, ISBN978-3-946036-66-1
Unverbindlicher Verkaufspreis 8 Euro

 

Walther Henßen, 1938 in Ottweiler geboren, war nach seinem Studium der Theologie von 1968 bis 1984 Pfarrer in Brebach-Fechingen, wo er ab 1980 seine Mundartgottesdienste hielt. Mit „Wo’s lang geht“ begann Henßen zunächst die zehn Gebote vom Hochdeutschen ins Saarländische zu übertragen. Mit „Em Zimmermanns Jupp sei Äldschder“ folgte die Übersetzung der vier Evangelien. 2015 übertrug Henßen die „Sieben Streiche von Max und Moritz“. Obwohl seit einiger Zeit ins Ruhrgebiet verzogen ist, hat Henßen doch regelmäßig Kontakt zu seiner Heimat gehalten.

 

Bernd Kissel, 1978 in Saarbrücken geboren, durfte mit vierzehn Jahren seine ersten politischen Karikaturen im Lokalteil der Saarbrücker Zeitung veröffentlichen. Nach dem Abitur absolvierte er in Luxemburg eine Ausbildung zum Trickfilmzeichner. Ab 2007 veröffentlichte die Saarbrücker Zeitung 100 Folgen der „SaarLegenden“, der ersten eigenen Comicserie. Im Jahre 2010 startete ebenfalls in der Saarbrücker Zeitung die Serie „SaarlandAlbum“. Bernd Kissel lebt mit seiner Familie als freischaffender Künstler und Grafiker in Überherrn-Berus





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